Orthopädie Rickert · Privatpraxis in Seligenstadt
Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule. Verlauf und Behandlungsbedarf können sich deutlich unterscheiden. In unserer Privatpraxis beurteilen wir die Form und Ausprägung der Wirbelsäulenveränderung und entwickeln ein individuell abgestimmtes Kontroll- und Behandlungskonzept.
Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule nicht nur seitlich gekrümmt, sondern zugleich in sich verdreht. Dadurch können sich Veränderungen an Schultern, Taille, Brustkorb oder Becken zeigen.
Viele Skoliosen entstehen während des Wachstums, ohne dass eine eindeutige Ursache festgestellt werden kann. Darüber hinaus können angeborene Veränderungen, neuromuskuläre Erkrankungen oder Verschleißveränderungen im Erwachsenenalter eine Rolle spielen.
Eine fachärztliche Untersuchung kann sinnvoll sein, wenn eine asymmetrische Haltung auffällt oder bereits eine Verkrümmung der Wirbelsäule festgestellt wurde.
Nicht jede asymmetrische Haltung ist automatisch eine behandlungsbedürftige Skoliose. Die genaue Beurteilung erfolgt durch die ärztliche Untersuchung.
Zu Beginn besprechen wir, wann die Veränderung erstmals aufgefallen ist, ob bereits frühere Untersuchungen durchgeführt wurden und ob Beschwerden oder Einschränkungen bestehen.
Bei Kindern und Jugendlichen werden zusätzlich das Alter, der bisherige Wachstumsverlauf und das noch zu erwartende Wachstum berücksichtigt. Diese Faktoren können für die Einschätzung eines möglichen Fortschreitens der Skoliose wichtig sein.
Nicht jede Skoliose muss unmittelbar behandelt werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, richtet sich unter anderem nach Alter, verbleibendem Wachstum, Ausprägung und Verlauf der Krümmung sowie nach den persönlichen Beschwerden.
Die konkrete Behandlungsentscheidung wird nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten beziehungsweise ihren Eltern getroffen.
Leichte oder stabile Skoliosen können zunächst fachärztlich beobachtet werden. Besonders während eines Wachstumsschubs sind regelmäßige Kontrollen wichtig, da sich eine Krümmung in dieser Phase verändern kann.
Die Abstände der Kontrollen richten sich nach Alter, Wachstum, Ausgangsbefund und bisherigem Verlauf. Neue Röntgenaufnahmen werden nur dann veranlasst, wenn sie für die medizinische Beurteilung erforderlich sind.
Physiotherapie kann dazu beitragen, Körperwahrnehmung, Haltung, Beweglichkeit und Rumpfmuskulatur zu verbessern. Dabei können individuell ausgewählte Übungen vermittelt werden, die regelmäßig selbstständig durchgeführt werden.
Auch während einer Korsettbehandlung kann begleitende Physiotherapie sinnvoll sein. Welche Übungen geeignet sind, hängt von der Form der Skoliose und der persönlichen körperlichen Situation ab.
Bei bestimmten Skoliosen kann während des noch nicht abgeschlossenen Wachstums eine Korsettbehandlung empfohlen werden. Ziel ist es, einem weiteren Fortschreiten der Wirbelsäulenverkrümmung entgegenzuwirken.
Das Korsett wird individuell durch die Orthopädietechnik angefertigt. Für den Behandlungserfolg sind eine fachgerechte Anpassung, regelmäßige Kontrollen und die vereinbarte tägliche Tragedauer besonders wichtig.
Während der Behandlung kontrollieren wir den Sitz des Korsetts, den Verlauf der Wirbelsäule und die körperliche Entwicklung.
Auch bei Erwachsenen kann eine bereits seit der Jugend bestehende Skoliose Beschwerden verursachen. Darüber hinaus können sich Wirbelsäulenverkrümmungen durch Verschleißveränderungen neu entwickeln oder im Laufe der Zeit verstärken.
Bei der Behandlung stehen häufig Schmerzlinderung, Beweglichkeit, Muskelstabilität und der Erhalt der Alltagsaktivität im Mittelpunkt. Abhängig vom Befund können Physiotherapie, gezieltes Training, medikamentöse Maßnahmen, Infiltrationen oder eine weiterführende operative Beratung infrage kommen.
Eine Operation ist nicht bei jeder Skoliose erforderlich. Sie kann insbesondere bei stark ausgeprägten oder fortschreitenden Verkrümmungen geprüft werden, wenn konservative Möglichkeiten nicht ausreichen oder erhebliche Beschwerden und Einschränkungen bestehen.
Prof. Dr. med. Marcus Rickert verfügt über langjährige Erfahrung in der operativen Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Falls eine Operation erwogen wird, werden Befund, mögliche Verfahren, Chancen und Risiken ausführlich erläutert.
Wir sprechen über bisherige Befunde, Beschwerden, Wachstumsverlauf und bereits erfolgte Behandlungen.
Körperhaltung, Wirbelsäule, Becken, Beweglichkeit und mögliche Asymmetrien werden gezielt untersucht.
Wir erläutern den Befund und besprechen Kontrollen, Physiotherapie, Korsettversorgung oder weitere Maßnahmen.
Nein. Leichte und stabile Skoliosen können abhängig vom Alter und Wachstum zunächst regelmäßig kontrolliert werden. Ob eine Behandlung erforderlich ist, wird individuell entschieden.
Während ausgeprägter Wachstumsphasen kann sich eine Skoliose verändern. Deshalb sind bei Kindern und Jugendlichen je nach Befund regelmäßige fachärztliche Kontrollen wichtig.
Physiotherapie kann Körperhaltung, Muskelkontrolle, Beweglichkeit und den Umgang mit Beschwerden verbessern. Ob und in welchem Umfang sich die Wirbelsäulenkrümmung beeinflussen lässt, hängt vom individuellen Befund ab.
Bewegung und Sport sind in vielen Fällen möglich und sinnvoll. Welche Sportarten und Belastungen geeignet sind, hängt von der Ausprägung der Skoliose und möglichen Begleitbeschwerden ab.
Bringen Sie vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Aufnahmen, Arztberichte, frühere Messergebnisse sowie Informationen zu einer bestehenden Korsett- oder Physiotherapie möglichst mit.
Die Behandlung erfolgt für Privatpatientinnen und Privatpatienten sowie für Selbstzahler nach vorheriger Terminvereinbarung.
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