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Orthopädie Rickert · Privatpraxis in Seligenstadt

Skoliosebehandlung in Seligenstadt

Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule. Verlauf und Behandlungsbedarf können sich deutlich unterscheiden. In unserer Privatpraxis beurteilen wir die Form und Ausprägung der Wirbelsäulenveränderung und entwickeln ein individuell abgestimmtes Kontroll- und Behandlungskonzept.

Untersuchung und Behandlung einer Skoliose in der Privatpraxis Orthopädie Rickert in Seligenstadt

Was ist eine Skoliose?

Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule nicht nur seitlich gekrümmt, sondern zugleich in sich verdreht. Dadurch können sich Veränderungen an Schultern, Taille, Brustkorb oder Becken zeigen.

Viele Skoliosen entstehen während des Wachstums, ohne dass eine eindeutige Ursache festgestellt werden kann. Darüber hinaus können angeborene Veränderungen, neuromuskuläre Erkrankungen oder Verschleißveränderungen im Erwachsenenalter eine Rolle spielen.

Mögliche Hinweise auf eine Skoliose

Eine fachärztliche Untersuchung kann sinnvoll sein, wenn eine asymmetrische Haltung auffällt oder bereits eine Verkrümmung der Wirbelsäule festgestellt wurde.

  • Unterschiedlich hoch stehende Schultern
  • Einseitig hervorstehendes Schulterblatt
  • Asymmetrische Taille oder Körperhaltung
  • Schiefstand des Beckens
  • Sichtbare seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule
  • Rippenbuckel beim Vorbeugen
  • Wiederkehrende Rücken- oder Muskelbeschwerden
  • Bereits bekannte Skoliose mit Kontrollbedarf

Nicht jede asymmetrische Haltung ist automatisch eine behandlungsbedürftige Skoliose. Die genaue Beurteilung erfolgt durch die ärztliche Untersuchung.

Diagnostik und Verlaufskontrolle

Zu Beginn besprechen wir, wann die Veränderung erstmals aufgefallen ist, ob bereits frühere Untersuchungen durchgeführt wurden und ob Beschwerden oder Einschränkungen bestehen.

Bei Kindern und Jugendlichen werden zusätzlich das Alter, der bisherige Wachstumsverlauf und das noch zu erwartende Wachstum berücksichtigt. Diese Faktoren können für die Einschätzung eines möglichen Fortschreitens der Skoliose wichtig sein.

Mögliche Bestandteile der Untersuchung

  • Beurteilung von Körperhaltung, Schultern, Taille und Becken
  • Untersuchung der Wirbelsäule im Stehen und beim Vorbeugen
  • Prüfung von Beweglichkeit, Muskelspannung und Beinlänge
  • Neurologische Untersuchung bei entsprechender Fragestellung
  • Auswertung vorhandener Röntgen-, MRT- oder CT-Aufnahmen
  • Röntgenuntersuchung im Stehen bei medizinischer Notwendigkeit
  • Vergleich mit früheren Aufnahmen zur Verlaufskontrolle

Individuelle Behandlung einer Skoliose

Nicht jede Skoliose muss unmittelbar behandelt werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, richtet sich unter anderem nach Alter, verbleibendem Wachstum, Ausprägung und Verlauf der Krümmung sowie nach den persönlichen Beschwerden.

Mögliche Bestandteile der Behandlung

  • Regelmäßige fachärztliche Verlaufskontrollen
  • Skoliosespezifische Physiotherapie und Eigenübungen
  • Training von Haltung, Beweglichkeit und Muskelkraft
  • Korsettversorgung während des Wachstums bei geeigneter Indikation
  • Kontrolle und Anpassung einer bestehenden Korsettversorgung
  • Behandlung begleitender Rücken- und Muskelbeschwerden
  • Operative Beratung bei stark ausgeprägten oder fortschreitenden Veränderungen

Die konkrete Behandlungsentscheidung wird nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten beziehungsweise ihren Eltern getroffen.

Regelmäßige Verlaufskontrollen

Leichte oder stabile Skoliosen können zunächst fachärztlich beobachtet werden. Besonders während eines Wachstumsschubs sind regelmäßige Kontrollen wichtig, da sich eine Krümmung in dieser Phase verändern kann.

Die Abstände der Kontrollen richten sich nach Alter, Wachstum, Ausgangsbefund und bisherigem Verlauf. Neue Röntgenaufnahmen werden nur dann veranlasst, wenn sie für die medizinische Beurteilung erforderlich sind.

Physiotherapie und Bewegung

Physiotherapie kann dazu beitragen, Körperwahrnehmung, Haltung, Beweglichkeit und Rumpfmuskulatur zu verbessern. Dabei können individuell ausgewählte Übungen vermittelt werden, die regelmäßig selbstständig durchgeführt werden.

Auch während einer Korsettbehandlung kann begleitende Physiotherapie sinnvoll sein. Welche Übungen geeignet sind, hängt von der Form der Skoliose und der persönlichen körperlichen Situation ab.

Korsettversorgung während des Wachstums

Bei bestimmten Skoliosen kann während des noch nicht abgeschlossenen Wachstums eine Korsettbehandlung empfohlen werden. Ziel ist es, einem weiteren Fortschreiten der Wirbelsäulenverkrümmung entgegenzuwirken.

Das Korsett wird individuell durch die Orthopädietechnik angefertigt. Für den Behandlungserfolg sind eine fachgerechte Anpassung, regelmäßige Kontrollen und die vereinbarte tägliche Tragedauer besonders wichtig.

Während der Behandlung kontrollieren wir den Sitz des Korsetts, den Verlauf der Wirbelsäule und die körperliche Entwicklung.

Skoliose im Erwachsenenalter

Auch bei Erwachsenen kann eine bereits seit der Jugend bestehende Skoliose Beschwerden verursachen. Darüber hinaus können sich Wirbelsäulenverkrümmungen durch Verschleißveränderungen neu entwickeln oder im Laufe der Zeit verstärken.

Bei der Behandlung stehen häufig Schmerzlinderung, Beweglichkeit, Muskelstabilität und der Erhalt der Alltagsaktivität im Mittelpunkt. Abhängig vom Befund können Physiotherapie, gezieltes Training, medikamentöse Maßnahmen, Infiltrationen oder eine weiterführende operative Beratung infrage kommen.

Wann wird eine operative Behandlung geprüft?

Eine Operation ist nicht bei jeder Skoliose erforderlich. Sie kann insbesondere bei stark ausgeprägten oder fortschreitenden Verkrümmungen geprüft werden, wenn konservative Möglichkeiten nicht ausreichen oder erhebliche Beschwerden und Einschränkungen bestehen.

Prof. Dr. med. Marcus Rickert verfügt über langjährige Erfahrung in der operativen Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Falls eine Operation erwogen wird, werden Befund, mögliche Verfahren, Chancen und Risiken ausführlich erläutert.

So läuft Ihr Termin ab

1

Vorgeschichte besprechen

Wir sprechen über bisherige Befunde, Beschwerden, Wachstumsverlauf und bereits erfolgte Behandlungen.

2

Wirbelsäule untersuchen

Körperhaltung, Wirbelsäule, Becken, Beweglichkeit und mögliche Asymmetrien werden gezielt untersucht.

3

Weiteres Vorgehen planen

Wir erläutern den Befund und besprechen Kontrollen, Physiotherapie, Korsettversorgung oder weitere Maßnahmen.

Häufige Fragen zur Skoliosebehandlung

Muss jede Skoliose behandelt werden?

Nein. Leichte und stabile Skoliosen können abhängig vom Alter und Wachstum zunächst regelmäßig kontrolliert werden. Ob eine Behandlung erforderlich ist, wird individuell entschieden.

Kann sich eine Skoliose während des Wachstums verschlechtern?

Während ausgeprägter Wachstumsphasen kann sich eine Skoliose verändern. Deshalb sind bei Kindern und Jugendlichen je nach Befund regelmäßige fachärztliche Kontrollen wichtig.

Kann Physiotherapie die Skoliose vollständig korrigieren?

Physiotherapie kann Körperhaltung, Muskelkontrolle, Beweglichkeit und den Umgang mit Beschwerden verbessern. Ob und in welchem Umfang sich die Wirbelsäulenkrümmung beeinflussen lässt, hängt vom individuellen Befund ab.

Darf man mit einer Skoliose Sport treiben?

Bewegung und Sport sind in vielen Fällen möglich und sinnvoll. Welche Sportarten und Belastungen geeignet sind, hängt von der Ausprägung der Skoliose und möglichen Begleitbeschwerden ab.

Welche Unterlagen sollte ich zum Termin mitbringen?

Bringen Sie vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Aufnahmen, Arztberichte, frühere Messergebnisse sowie Informationen zu einer bestehenden Korsett- oder Physiotherapie möglichst mit.

Termin zur Skoliosebehandlung vereinbaren

Die Behandlung erfolgt für Privatpatientinnen und Privatpatienten sowie für Selbstzahler nach vorheriger Terminvereinbarung.

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