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Orthopädie Rickert · Privatpraxis in Seligenstadt

Hochenergie-Induktionstherapie in Seligenstadt

Die Hochenergie-Induktionstherapie arbeitet mit gepulsten elektromagnetischen Feldern. Sie kann bei ausgewählten orthopädischen Muskel- und Schmerzbeschwerden ergänzend eingesetzt werden. Nach einer fachärztlichen Untersuchung prüfen wir, ob die Behandlung für Ihre Beschwerden geeignet ist.

Hochenergie-Induktionstherapie bei Orthopädie Rickert in Seligenstadt

Was ist eine Hochenergie-Induktionstherapie?

Bei der Hochenergie-Induktionstherapie werden kurze, gepulste elektromagnetische Felder über einen Applikator in den zu behandelnden Körperbereich eingebracht.

Das Magnetfeld kann im Gewebe elektrische Vorgänge auslösen und abhängig von Frequenz und Intensität Nerven sowie Muskelgewebe stimulieren. Dabei können deutlich wahrnehmbare Muskelkontraktionen entstehen.

Die Behandlung ist nichtinvasiv. Es sind keine Spritzen, Schnitte oder auf der Haut befestigten Elektroden erforderlich. Der Applikator kann je nach Behandlungsform über dem betroffenen Bereich positioniert oder darüber bewegt werden.

Keine Bestrahlung und keine MRT-Untersuchung

Bei der Hochenergie-Induktionstherapie handelt es sich weder um eine Röntgenuntersuchung noch um eine Magnetresonanztomographie. Es werden keine Röntgenstrahlen eingesetzt und keine diagnostischen Bilder erzeugt.

Das Magnetfeld wird ausschließlich zu therapeutischen Zwecken auf den ausgewählten Körperbereich angewendet.

Bei welchen Beschwerden kann die Behandlung erwogen werden?

Die Hochenergie-Induktionstherapie wird als ergänzendes Verfahren bei ausgewählten akuten und länger bestehenden Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt.

  • Akute und chronische Rückenschmerzen
  • Nacken- und Schulterbeschwerden
  • Schmerzhafte Muskelverspannungen
  • Myofasziale Beschwerden und Triggerpunkte
  • Ausgewählte Gelenk- und Weichteilbeschwerden
  • Muskelbedingte Bewegungseinschränkungen
  • Verminderte muskuläre Aktivierung
  • Unterstützung eines physiotherapeutischen Trainings

Nicht jede Form von Rücken-, Gelenk- oder Muskelschmerz ist für diese Behandlung geeignet. Voraussetzung ist eine ärztliche Untersuchung und eine nachvollziehbare medizinische Indikation.

Mögliche Ziele der Induktionstherapie

Abhängig von der gewählten Einstellung kann die Behandlung unterschiedliche therapeutische Schwerpunkte haben.

Mögliche Behandlungsziele

  • Beeinflussung der Schmerzwahrnehmung
  • Lockerung beziehungsweise Aktivierung von Muskelgewebe
  • Auslösung kontrollierter Muskelkontraktionen
  • Unterstützung der neuromuskulären Ansteuerung
  • Verbesserung funktioneller Bewegungsabläufe
  • Ergänzung von Physiotherapie und aktivem Training

Wirkung und Verträglichkeit können sich von Person zu Person unterscheiden. Eine bestimmte oder dauerhafte Beschwerdelinderung kann nicht garantiert werden.

Elektromagnetische Muskelstimulation

Durch das gepulste Magnetfeld können motorische Nerven stimuliert und dadurch Muskelkontraktionen ausgelöst werden. Je nach Behandlungsziel können einzelne Muskelgruppen gezielt angesprochen werden.

Die Intensität wird schrittweise angepasst. Dabei können rhythmische Muskelbewegungen, ein Klopfen oder ein deutliches Zusammenziehen der Muskulatur wahrgenommen werden.

Die Behandlung ersetzt nicht grundsätzlich ein aktives Muskeltraining. Sie kann jedoch bei ausgewählten Beschwerden als Ergänzung eines physiotherapeutischen oder rehabilitativen Behandlungskonzepts eingesetzt werden.

Induktionstherapie bei Rückenbeschwerden

Bei Rückenbeschwerden können muskuläre Verspannungen, Bewegungsmangel, Fehlbelastungen, Gelenkveränderungen oder gereizte Nervenstrukturen eine Rolle spielen.

Die Induktionstherapie kann bei ausgewählten muskulären Rückenbeschwerden ergänzend eingesetzt werden. Sie ersetzt jedoch nicht die notwendige Untersuchung möglicher Ursachen.

Abhängig vom Befund können Physiotherapie, aktives Muskeltraining, eine Anpassung der Belastung, Medikamente oder weitere Behandlungsverfahren erforderlich sein.

Wie ist die wissenschaftliche Datenlage?

Elektromagnetische Behandlungsverfahren werden bei unterschiedlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates untersucht. Einzelne Studien zeigen mögliche Verbesserungen von Schmerzen und körperlicher Funktion.

Die verwendeten Geräte, Feldstärken, Frequenzen, Behandlungszeiten und untersuchten Erkrankungen unterscheiden sich jedoch teilweise deutlich. Deshalb lassen sich Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf jede Form der Hochenergie-Induktionstherapie und jedes Beschwerdebild übertragen.

Die Behandlung wird daher nicht als pauschale Therapie für sämtliche orthopädischen Beschwerden eingesetzt, sondern nach ärztlicher Diagnose und individueller Nutzen-Risiko-Abwägung.

Teil eines individuellen Behandlungskonzepts

Die Induktionstherapie wird in der Regel nicht isoliert betrachtet. Abhängig von der Ursache der Beschwerden können weitere Maßnahmen erforderlich sein.

Mögliche ergänzende Maßnahmen

  • Physiotherapie und aktive Bewegungstherapie
  • Gezielter Muskelaufbau und Stabilisationstraining
  • Anpassung von Alltags-, Berufs- oder Sportbelastungen
  • Medikamentöse Schmerz- und Entzündungsbehandlung
  • Fokussierte Stoßwellentherapie bei geeigneter Indikation
  • Injektionstherapie bei passenden Beschwerden
  • Hilfsmittel wie Bandagen, Orthesen oder Einlagen

So läuft die Hochenergie-Induktionstherapie ab

1

Beschwerden untersuchen

Wir besprechen Ihre Beschwerden und untersuchen den betroffenen Körperbereich. Vorhandene Befunde werden berücksichtigt.

2

Behandlung anpassen

Der Applikator wird über dem Behandlungsbereich positioniert. Intensität und Programm werden individuell eingestellt.

3

Verlauf kontrollieren

Verträglichkeit, Beschwerden und Beweglichkeit werden im Verlauf kontrolliert und die Behandlung bei Bedarf angepasst.

Vorbereitung auf die Behandlung

In der Regel ist keine besondere Vorbereitung erforderlich. Metallische Gegenstände und elektronische Geräte sollten aus dem unmittelbaren Behandlungsbereich entfernt werden.

Abhängig vom Gerät und vom zu behandelnden Bereich kann die Anwendung durch dünne Kleidung hindurch oder direkt über der Haut erfolgen.

Bitte informieren Sie uns vor der Behandlung über

  • Herzschrittmacher oder implantierte Defibrillatoren,
  • Neurostimulatoren, Medikamentenpumpen oder Cochlea-Implantate,
  • metallische Implantate im Behandlungsbereich,
  • eine bestehende oder mögliche Schwangerschaft,
  • Epilepsie oder andere Anfallserkrankungen,
  • Blutgerinnungsstörungen oder akute Blutungen,
  • Tumorerkrankungen im vorgesehenen Behandlungsbereich,
  • Fieber, akute Infektionen oder offene Wunden,
  • frische Verletzungen oder kürzlich erfolgte Operationen,
  • Gefühlsstörungen im zu behandelnden Bereich.

Die konkreten Gegenanzeigen richten sich nach dem verwendeten Medizinprodukt und dem vorgesehenen Behandlungsbereich. Die endgültige Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Wie fühlt sich die Behandlung an?

Während der Anwendung können ein rhythmisches Klopfen, Kribbeln, Muskelzucken oder deutlich spürbare Muskelkontraktionen auftreten. Die Empfindung hängt von Intensität, Frequenz und behandeltem Körperbereich ab.

Die Stärke wird schrittweise an die persönliche Verträglichkeit angepasst. Die Behandlung sollte nicht mit starken Schmerzen verbunden sein.

Teilen Sie während der Anwendung jederzeit mit, wenn die Empfindung unangenehm wird oder ungewöhnliche Beschwerden auftreten.

Nach der Induktionstherapie

Nach der Behandlung können sich die stimulierten Muskeln vorübergehend beansprucht anfühlen. Gelegentlich kann ein Gefühl ähnlich einem leichten Muskelkater auftreten.

Welche körperlichen Belastungen anschließend möglich sind, richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung und nicht allein nach der Induktionstherapie.

Bei ungewöhnlich starken, neu auftretenden oder anhaltenden Beschwerden sollte die Praxis kontaktiert werden.

Wie viele Behandlungen sind erforderlich?

Anzahl und Abstand der Termine richten sich nach der Diagnose, der Dauer der Beschwerden, dem Behandlungsziel und dem individuellen Verlauf.

Häufig wird zunächst eine begrenzte Behandlungsserie geplant. Währenddessen wird kontrolliert, ob sich Schmerzen, Beweglichkeit oder muskuläre Funktion verändern.

Eine feste Anzahl von Sitzungen oder ein bestimmter Behandlungserfolg kann vor Beginn nicht zugesichert werden.

Kosten und Kostenerstattung

Die Hochenergie-Induktionstherapie kann abhängig vom Versicherungsvertrag eine privatärztliche beziehungsweise selbst zu zahlende Leistung sein.

Ob private Krankenversicherungen oder Beihilfestellen die Kosten übernehmen, hängt von medizinischer Indikation und individuellem Tarif ab. Bei Unsicherheit sollte die Kostenübernahme vor Beginn der Behandlung geklärt werden.

Selbstzahler erhalten vor der Behandlung Informationen über die voraussichtlichen Kosten.

Häufige Fragen zur Hochenergie-Induktionstherapie

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Anwendung wird häufig als rhythmisches Klopfen, Kribbeln oder Muskelzucken wahrgenommen. Die Intensität wird individuell angepasst und sollte keine starken Schmerzen verursachen.

Werden dabei Stromelektroden auf die Haut geklebt?

Nein. Die Stimulation erfolgt über ein elektromagnetisches Feld. Aufgeklebte Elektroden sind für diese Behandlung nicht erforderlich.

Kann die Therapie durch Kleidung durchgeführt werden?

Je nach Gerät und Behandlungsbereich ist eine Anwendung durch dünne Kleidung möglich. Metallische Gegenstände müssen aus dem Behandlungsbereich entfernt werden.

Wirkt die Behandlung sofort?

Das lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Manche Veränderungen können früh wahrgenommen werden, bei anderen Beschwerden zeigt sich eine mögliche Wirkung erst im weiteren Verlauf.

Kann die Behandlung Physiotherapie ersetzen?

In der Regel nicht. Bei vielen orthopädischen Beschwerden bleiben aktive Übungen, Muskeltraining und ein kontrollierter Belastungsaufbau wichtige Bestandteile der Behandlung.

Ist die Therapie bei einem Herzschrittmacher möglich?

Bei implantierten elektronischen Geräten kann die Behandlung kontraindiziert sein. Informieren Sie die Praxis unbedingt über Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Neurostimulatoren, Medikamentenpumpen und andere Implantate.

Termin zur Hochenergie-Induktionstherapie vereinbaren

Vor Beginn der Behandlung erfolgt eine fachärztliche Untersuchung. Dabei prüfen wir die mögliche Ursache Ihrer Beschwerden sowie die Eignung und mögliche Gegenanzeigen der Induktionstherapie.

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